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Psychologie (B.Sc.)

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Julia Spieß, Studentin im Master Psychologie

Bitte stellen Sie kurz ihren Studiengang vor. Wie sieht Ihr Studienalltag aus?

Ich studiere den Master in Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie im zweiten Jahr.

Während des ersten Studienjahres habe ich nebenbei als studentische Hilfskraft an der ESCP Europe am Lehrstuhl für internationales Personalmanagement und interkulturelle Führung gearbeitet. Dies ermöglichte mir Personalmanagement aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive zu betrachten. Des Weiteren habe ich eine einjährige Ausbildung in systemischer Beratung absolviert. Das hier erlangte theoretische Wissen und vor allem die praktischen Übungen ergänzen das AOW-Studium und stellen eine gute Basis für spätere Beratungstätigkeiten dar.

Im Studium verbringe ich die meiste Zeit mit Recherchieren, Verdichten von Informationen, Design, Operationalisierung und Durchführung von Studien sowie anschließendem Verschriftlichen – also klassisch wissenschaftlichem Arbeiten. Der Methodik kommt ein großer Stellenwert zu. Alles bisher Gelernte wird transferiert und verbunden. Fachspezifisch befasse ich mich viel mit Corporate Social Responsibility sowie Führung und sozialer Identität.

 

Warum haben Sie sich für ein Studium der Psychologie entschieden? Was hat Sie damals fasziniert und was heute?

Wahrnehmung und Bewusstsein, also eher der intraindividuelle Aspekt der Psychologie, interessieren mich schon sehr lange. 

Nach dem Abitur hatte ich mich vorerst gegen Psychologie und für ein Studium an einer internationalen Modeschule in Deutschland und Frankreich entschieden. Ästhetik, Farben und Texturen waren und sind eine Faszination von mir. Nach Abschluss des Studiums arbeite ich mehrere Jahre als Assistenz der Geschäftsführung in der Modebranche; eine spannende, erfahrungsreiche Zeit. Hier wuchs mein Interesse am Faktor Mensch im Unternehmen und für Themen wie Führung, Interaktionen, Strategien, Strukturen und Prozesse. Ich wollte wissen, was eine wirklich gute Organisationen ausmacht – in Punkto Zufriedenheit der Mitarbeiter, Leistung und effizienter Organisation.

Neben meiner Wissbegierde nahm der Wunsch zu, etwas „Sinnvolles“ zu tun. Da der Mensch quasi überall Teil ist, ermöglicht ein Verständnis davon, wie Menschen „funktionieren“ (in Bezug auf Wahrnehmung, Denken, Bedürfnisse, Motivationen und Handlungen) Einflussnahme in Organisationen, Gesellschaft und Politik.

  

Was ist ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums gelernt haben?

Neben dem Fachwissen das systematisches Erarbeiten vormals unbekannter Gebiete: Recherchieren, Verdichten von Informationen, Strukturieren (Inhalte und Prozessablauf), Analysieren, Evaluieren, wissenschaftliches Argumentieren und verständliches Präsentieren.

  

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für den späteren Beruf nützlich oder essentiell sind?

Abhängig vom Bereich in dem man tätig sein möchte, ist es sicher günstig klassisches Grundwissen in BWL zu erlangen (hier können im ABV-Bereich Kurse belegt werden). Da mich unternehmerisches Design interessiert, habe ich während des Bachelors an Lehrveranstaltungen (Arbeitsbereich Entrepreneurship, FU) und Konferenzen (Entrepreneurship Summit, Cultural Entrepreneurship) zum Thema Entrepreneurship teilgenommen.

  

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Das gemeinsame, intensive Vorbereiten von Prüfungen und Hausarbeiten. Der Teamgeist. Und die schöne Natur in Dahlem.

  

Welchen Rat würden Sie StudienanfängerInnen geben?

Mach etwas, was Dich begeistert und wofür Du brennst. Schau, wo Du hin möchtest. Dann ist die nötige Energie da, um zielstrebig Deinen Weg zu gehen.

Bei Studieninhalten, die auf den ersten Blick nicht ganz so spannend erscheinen, such nach dem Positivem darin: notwendiges Wissen für andere Teilschritte erlangen, Denkvermögen schulen, Durchhaltevermögen stärken und vor allem das Wissen um die spätere Freude darüber, zu was man alles fähig ist, wenn man sich etwas mit voller Aufmerksamkeit widmet. In allem liegt eine Bereicherung – sei es auf fachlicher, struktureller oder persönlicher Ebene.

Um das theoretische Wissen nachhaltiger im Gedächtnis zu verankern und anwenden zu können frag Dich: was heißt das praktisch? Wie kann ich die Inhalte praktisch umsetzen?