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Psychologie (B.Sc.)

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Biopsychologie & Allgemeine Psychologie

In den Modulen Allgemeine Psychologie und Biopsychologie werden die Grundlagen zum Aufbau und den Funktionsweisen des Nervensystems behandelt. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die funktionelle Neuroanatomie, die sich mit der Lokalisation von psychischen oder physiologischen Funktionen innerhalb der Anatomie des Gehirns beschäftigt.

Aufgabe: Die Beispielaufgabe für die beiden Module besteht aus zwei aufeinander folgenden und aufeinander aufbauenden Teilen. Unter diesem Text finden Sie die schematische Abbildung eines Gehirns in zwei Ansichten. Ihre Aufgabe ist es, die anatomischen Strukturen (Aufgabenteil 1) und Funktionen (Aufgabenteil 2) in der Liste den Hotspots in der Abbildung zuzuordnen. Die Informationen zur Lösung der Aufgaben befinden sich jeweils in den Klappästen über den Bildern.

Das Gehirn (cerebrum) ist der in der Schädelkapsel eingeschlossene Teil des Zentralnervensystems. Es wiegt etwa 2% des Körpergewichts und enthält rund 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen).

Ein großer Teil des adulten Gehirns besitzt einen rohrförmigen Aufbau und befindet sich am Halsende des Kopfes, er wird als Hirnstamm (truncus cerebri) bezeichnet. Daran schließen das Brückenhirn (pons) und das darüber liegende, am Hirnstamm ansetzende Kleinhirn (cerebellum) an. Beide fasst man als Nachhirn (metencephalon) zusammen. Der am weitesten zur Stirn neigende Teil des Hirnstamms wird vom Mittelhirn (mesencephalon) gebildet. Direkt auf den Hirnstamm liegt das Zwischenhirn (diencephelon), welches den Übergang zum größten Teil des Gehirns, dem Endhirn (telencephalon), bildet. Das Zwischenhirn enthält große neuronale Kerngebiete, wie beispielsweise den Thalamus, Hypothalamus und die Hypophyse.

Die Großhirnrinde (cortex cerebri) besteht aus Nervenzellkörpern des Endhirns, das zwei nicht ganz spiegelbildliche Teile, die Hemisphären, besitzt. Durch die Faltung der Oberfläche entstehen Windungen (gyri) und Furchen (sulci). Der Cortex weist seitlich (lateral) eine von vorne unten nach hinten oben verlaufende Spalte auf (sulcus lateralis cerebri, Lateralfissur). In der Mitte der Lateralseite zieht eine große Furche (sulcus centralis cerebri, Zentralfurche) von oben nach unten. Anhand der genannten Orientierungspunkte unterscheidet man üblicherweise einen Frontallappen (Cortexanteil oberhalb der Lateralfissur und vor der Zentralfurche liegend), Temporallappen (direkt unterhalb der Lateralfissur), Parietallappen (hinter der Zentralfurche) und Okzipitallappen (hinterster Teil des Cortex).

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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1.

Frontallappen

2.

Temporallappen

3.

Mittelhirn & Nachhirn

4.

Parietallappen

5.

Okzipitallappen

6.

Zentralfurche

7.

Hirnstamm

8.

Zwischenhirn

9.

Lateralfissur

10.

Kleinhirn

Geschafft! Alle richtig zugeordneten Paarungen werden in grün angezeigt. Sollten Sie derzeit noch Fehler in der Bearbeitung dieser Teilaufgabe haben, können Sie die Zuordnungen zurücksetzen und erneut beginnen.

Den zweiten Teil der Aufgabe erreichen Sie über die Schaltfläche Weiter.

Die Gehirne aller Lebewesen haben einen gleichen Bauplan, der über alle Spezies konserviert ist. Strukturen und Regionen, die für das Überleben eines Individuums unabdingbar sind (wie beispielsweise der Hirnstamm, der Atmung, Herzschlag und Bewusstsein koordiniert) und die basalen Sinnes- und Motorikzentren sind in allen Tieren nachweisbar. Unterschiede zwischen den Spezies ergeben sich durch unterschiedliche Anteile der Hirnregionen an der Gesamtmasse sowie der Komplexität neuronaler Verschaltungen (es gilt also nicht: je größer das Hirn, desto cleverer die Spezies). Generell gilt, dass alle Sinne auf der gegenüberliegenden Seite verarbeitet werden, von der sie in das Hirn eintreffen.

Visuelle Verarbeitung (Sehen) findet folglich im Okzipitallappen statt, die Verarbeitung von akustischen Informationen (Hören) jeweils im linken und rechten Temporallappen. Informationen aus dem Körper (Tastsinn, Schmerzsinn, Temperatursinn, Informationen zur Muskelstellung) treffen zunächst im Parietallappen ein und werden dort zu einer räumlichen Wahrnehmung verarbeitet. Motorik (Bewegung) der Extremitäten wird von Teilen des Frontallappens, direkt vor der Zentralfurche liegend, initiiert und in Zusammenarbeit mit dem Kleinhirn fein justiert und koordiniert. Das Kleinhirn spielt auch eine besondere Rolle beim Erlernen von Bewegungsabläufen. Die primären Umschaltzentren dieser Funktionen (Motorik & Somatosensorik) sind zu beiden Seiten der Zentralfurche (gyrus precentralis und gyrus postcentralis) gelegen. Eine besonders wichtige Aufgabe übernehmen die verschiedene Gebiete des Frontallappens - hier werden komplexe Handlungen und Kognitionen verarbeitet und spontane emotionale Handlungen unterdrückt. Der Frontallappen ist der Sitz unserer Persönlichkeit und des Sprachzentrums.

Tiefere Hirnstrukturen des Zwischen- & Mittelhirns (Thalamus, Hypothalamus, Hippocampus, Amgydala, Hypophyse etc.) steuern grundlegende Prozesse wie Gedächtnisleistung, Emotionen, Hormonhaushalt und Aufmerksamkeit. Hier befinden sich auch das Belohnungszentrum des Gehirns. Die Kerngebiete des Nachhirns sind der Ursprung der meisten der 12 Haupthirnnerven (nervi craniales), die vorwiegend die Motorik und Sensorik des Gesichtes und Halses steuern.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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1.

Körperwahrnehmung (Somatosensorik)

2.

Sehen (Visuelle Verarbeitung)

3.

Planung, Kognitive Kontrolle, Persönlichkeit, Sprache

4.

Hören (Auditive Verarbeitung)

5.

Atmung, Herzschlag, Bewusstsein

6.

Motorik und Sensorik des Gesichts und Halses

7.

Emotionen, Gedächtnis, Hormonhaushalt etc.

8.

Feinmotorik, Koordination, Bewegungsabläufe

9.

Primäre Motorik

Geschafft! Alle richtig zugeordneten Paarungen werden in grün angezeigt. Sollten Sie derzeit noch Fehler in der Bearbeitung dieser Teilaufgabe haben, können Sie die Zuordnungen zurücksetzen und erneut beginnen.