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Interdisziplinäre Lateinamerikastudien (M.A.)

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Simon Plentinger, Journalist

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor: Wo sind Sie beschäftigt und wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, etc.)?

Ich arbeite als Journalist für den Bayerischen Rundfunk. Mein Schwerpunkt ist die aktuelle Berichterstattung. Das heißt, ich mache vor allem kürzere Fernseh- und Hörfunkbeiträge über aktuelle Themen für die Programme des BR und der ARD, aber auch Online-Artikel, Webvideos etc.. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich, neben Beiträgen gehören auch Koordinations- und Planungstätigkeiten oder etwa Moderation zum Spektrum.

Warum haben Sie sich seinerzeit für das Studium der Interdisziplinären Lateinamerikastudien entschieden?

Wenn man Journalist werden will, ist es am besten, schon während des Studiums die praktische Arbeit in Praktika, freier Mitarbeit oder bei einer Journalistenschule zu erlernen.

Trotzdem wird für Journalisten ein Studium eigentlich überall vorausgesetzt. Dabei gilt: Je spezialisierter das Studienfach, umso interessanter ist man oft in möglichen Bewerbungsverfahren. Ich hatte im Bachelor mit Politikwissenschaft und Geschichte, eine für Journalisten sehr klassische und häufige Fächerkombination, studiert. Also wollte ich mich im Anschluss thematisch spezialisieren. Da ich durch mehrere Auslandsaufenthalte in Lateinamerika, bereits besonders für den Kontinent und die damit verbundenen Themen interessiert habe, habe ich mich deshalb für den Master am Lateinamerikainstitut entschieden.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierender erfüllt?

Entschieden habe ich mich bereits sehr früh, etwa kurz vor oder zu Beginn des Studiums. Meine Entscheidung hat sich dann im Laufe der Zeit durch diverse Praktika und Mitarbeiten immer mehr gefestigt. Meine Erwartungen haben sich seitdem in jedem Fall erfüllt, allerdings war es auch viel Arbeit, neben dem Studium möglichst viele Erfahrungen zu sammeln – in meinem Fall durch Praktika, Mitarbeit zum Beispiel beim Campusradio und dem Absolvieren einer studienbegleitenden Journalistenausbildung an der Journalistenschule ifp in München.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Dass es immer verschiedene Sichtweisen auf bestimmte Themen gibt, Akteure mit spezifischen Interessen und, dass es eigentlich jede Information zu hinterfragen gilt. Das ist in der wissenschaftlichen Arbeit bzw. dem Studium eben genauso wichtig, wie im Journalismus.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Wie bereits erwähnt, journalistische Praxis, also vor allem das Recherchieren, Interviewen, Texten etc. lernt man im Normalfall nicht in der Uni, sondern z.B. in Praktika während der Semesterferien. Aber auch Sprachkenntnisse, Umgang mit Statistiken und Computerprogrammen sind später in der journalistischen Arbeit hilfreich.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Besonders das gemeinsame Studieren mit KommilitonInnen und DozentInnen aus unterschiedlichen Ländern und Regionen mit unterschiedlichen kulturellen und fachlichen Hintergründen hat mich am meisten beeindruckt und geprägt. Auch dabei lernt man eigene Sichtweisen und Überzeugungen zu hinterfragen.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger*innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Früh anfangen und ausprobieren! Wer bis zum Ende des Studiums wartet, hat meistens schlechte Chancen. Macht Praktika, arbeitet bei Zeitungen, Radiosendern mit, es gibt jede Menge Möglichkeiten. Nur so lernt ihr, ob euch dieser Beruf liegt und welche Medien euch besonders reizen. Außerdem bekommt ihr nur so die nötigen Fähigkeiten und Kontakte mit denen ihr nach dem Studium erfolgreich in den Beruf startet könnt.