Fu-logo-text-2x
de | es
Drucken

Interdisziplinäre Lateinamerikastudien (M.A.)

Diese Seiten können nicht richtig dargestellt werden, da Sie Ihren Internet Explorer mit aktivierter Kompatibiltätsansicht verwenden. Wir empfehlen 'fu-berlin.de' aus der Liste der Websites mit aktivierter Kompatibilitätsansicht zu entfernen:

  1. Blenden Sie bitte in Ihrem Internet Explorer die Menüleiste ein, indem Sie entweder 'Alt' drücken oder in der Adressleiste mit der rechten Maustaste klicken und dann 'Menüleiste' auswählen.
  2. Klicken Sie auf 'Extras' und wählen das Menü 'Einstellungen der Kompatibilitätsansicht' aus.
  3. Wählen Sie unter 'Zur Kompatibilitätsansicht hinzugefügte Websites' 'fu-berlin.de' aus.
  4. Klicken Sie auf 'Entfernen'.

Valeska Cordier, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit/ Redakteurin

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor: Wo sind Sie beschäftigt und wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, etc.)?

Ich arbeite als Redakteurin bei Ärzte ohne Grenzen im Bereich Publikationen/Öffentlichkeitsarbeit. Ärzte ohne Grenzen ist eine große internationale Hilfsorganisationen und arbeitet vor allem im Bereich der humanitären und medizinischen Nothilfe.

Ich bin hauptverantwortliche Redakteurin für das SpenderInnenmagazin der Organisation in Deutschland und darüber hinaus an der Gestaltung anderer Produkte (Broschüren, Berichte, Flyer etc.) beteiligt. Mein Berufsalltag besteht vor allem aus dem Schreiben und Redigieren von Texten, der Suche nach passendem Text- und Bildmaterial, der Zusammenarbeit mit GrafikerInnen an Layouts etc. und der Konzeptionalisierung der unterschiedlichen Produkte und Inhalte.

Warum haben Sie sich seinerzeit für das Studium der Interdisziplinären Lateinamerikastudien entschieden?

Durch einen Freiwilligendienst nach meinem Abitur und einem Praktikum einige Jahre später (beides in Bolivien) hatte ich ein großes Interesse an politischen und gesellschaftlichen Themen in Lateinamerika entwickelt. Zudem habe ich im Bachelor ein weiteres Praktikum bei einem Nachrichtenportal für Lateinamerikanachrichten gemacht und im Anschluss dort einige Jahr als freie Autorin und Redakteurin gearbeitet. So war ich immer viel mit dem Kontinent und den aktuellen Entwicklungen dort beschäftigt. Nach meinem Bachelor der Sozialwissenschaften an der HU Berlin habe ich nach einem Master gesucht, der die Möglichkeit bietet, sich mit der Region Lateinamerika intensiver zu beschäftigen und wissenschaftlich auseinanderzusetzen.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierende erfüllt?

Im letzten Jahr meines Masters habe ich als studentische Mitarbeiterin begonnen, bei Ärzte ohne Grenzen zu arbeiten und dabei festgestellt, dass mir der Bereich der Öffentlichkeitsarbeit für eine NGO viel Spaß macht und ich gern meine Kompetenzen in diesem Feld erweitern und vertiefen möchte. Nach einem weiteren Praktikum in der Pressestelle der Organisation ergab sich dann die Möglichkeit zunächst als Pressereferentin und später als Redakteurin für Publikationen zu arbeiten.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Inhalte kritisch und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zu analysieren. Gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen und differenziert zu betrachten.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Das Schreiben nichtwissenschaftlicher Texte unterscheidet sich enorm vom wissenschaftlichen Schreiben. Wenn man sich vorstellen kann, nach dem Abschluss außerhalb der Universitätswelt zu arbeiten, lohnt es sich in jedem Fall entsprechende Zusatzqualifikationen zu erwerben. Sowohl Praktika als auch Weiterbildungen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit bieten nicht nur Einblicke in den Bereich, sondern vermitteln auch wertvolle Kompetenzen.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Der lebendige Brasilianisch-Unterricht und spannende Vorlesungen von lateinamerikanischen GastwissenschaftlerInnen, die sich mitunter in ihrem Aufbau sehr von dem Gewohnten unterschieden. Eine sehr angenehme Atmosphäre am Lateinamerika-Institut und viele Möglichkeiten abseits des „normalen“ Universitätsalltages an wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen teilzunehmen.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger*innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich in jedem Fall lohnt neben dem Studium zu arbeiten - also Berufs- und Praxiserfahrung zu sammeln - um zum einen herauszufinden, in welchem Bereich man arbeiten möchte, als auch schon auf Berufserfahrung verweisen zu können, wenn man sich nach der Universität auf Jobs bewirbt. Zudem ergeben sich aus studentischen Jobs oft Möglichkeiten für weiterführende Praktika oder Anstellungen.

Darüber hinaus habe ich nur durch meine Praktika und Berufserfahrungen die relevanten Fähigkeiten erlangen können, um direkt als Redakteurin arbeiten zu können.