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Altertumswissenschaften (B.A.)

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Profilbereich Altorientalistik

Gegenstand des Faches Altorientalistik sind die Sprachen, die Geschichte und die Kulturen des Alten Vorderen Orients (der etwa das Gebiet der heutigen Staaten Irak, Türkei, Syrien, Libanon, Israel und Jordanien umfasst) vom Beginn des 4. bis zum Ende des 1. vorchristlichen Jahrtausends. Verbindendes Element der unterschiedlichen Kulturen sind die in Keilschrift aufgezeichneten Quellen in den zentralen Sprachen Akkadisch (Assyrisch-Babylonisch), Hethitisch und Sumerisch.

Die Keilschrift stellte in dieser historischen Periode das bedeutendste Schriftsystem Vorderasiens dar. Die Keilschrift erhielt ihren Namen aufgrund der keilförmigen Eindrücke, aus denen die einzelnen Schriftzeichen bestehen. Überwiegend wurde auf Tontafeln geschrieben, aber auch andere Schriftträger wie Tonzylinder, Steinobjekte, Perlen usw. sind bezeugt.

In einem Einführungskurs wird die altorientalische Geschichte, Kultur und fachspezifische Methodik behandelt. Die enge Anbindung der Altorientalistik an die Vorderasiatische Archäologie zeigt sich durch das Wahlpflichtmodul "Kompetenzfelder Vorderasiatische Archäologie". Im Zentrum der Ausbildung steht jedoch das Erlernen zweier Keilschriftsprachen:

Das Akkadische ist ab ca. 2600 v. Chr. in Mesopotamien belegt und wurde auch in den angrenzenden Gebieten verwendet. Im Einführungsmodul werden die Grammatik, das sprachenspezifische Keilschriftsystem und ein Grundvokabular gelehrt. In den daran anschließenden Modulen vertiefen die Studierenden ihre erworbenen Kenntnisse durch die Lektüre von Keilschrifttexten verschiedener Gattungen (historische Texte; Gesetze, Wirtschafts-, Verwaltungstexte; literarische Texte sowie Texte der kultischen und gelehrten Tradition).

Die Schriftzeugnisse des Hethitischen datieren ins 2. Jahrtausend v. Chr. und stammen aus Kleinasien. Die Vermittlung der Grammatik, der Keilschrift und eines Grundwortschatzes sind Inhalt des Einführungsmoduls. In darauffolgenden Modulen werden historische, juristische und administrative Texte; Rituale und Gebete sowie mythologische und epische Texte gelesen.

Sumerisch ist die erste sicher belegte Keilschriftsprache. Ihr Kerngebiet ist Südmesopotamien. Im 2. Jahrtausend wird sie zwar als Alltagssprache vom Akkadischen abgelöst, jedoch weiter als Gelehrtensprache verwendet. Auch hier wird zunächst in die Grammatik, die Keilschrift und die Lexik eingeführt. Danach folgt die Lektüre von Texten diverser Genres (Briefe und Urkunden, Gesetze, Rechts- und Gerichtsurkunden sowie literarische Texte).

Als alternative altorientalische Sprache kommen abhängig vom jeweiligen Angebot Altpersisch, Hurritisch, Luwisch oder Urartäisch in Frage. Das Luwische wurde sowohl mit Hilfe der Keilschrift als auch mit den sog. luwischen Hieroglyphen realisiert.