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Altertumswissenschaften (B.A.)

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Typologische Methode (Prähistorische Archäologie)

Die sogenannte "Typologische Methode", die von Oscar Montelius bereits im späten 19. Jahrhundert entwickelt wurde, ist noch immer ein Hauptwerkzeug in der Prähistorischen Archäologie. Sie basiert auf der Annahme einer mehr oder minder kontinuierlichen Entwicklung einer Form aus einer vorhergehenden, in der Regel aus einer einfacheren Gestaltung, die verbessert oder modifiziert wird. Vormals funktionale Aspekte können zu reiner Zier werden (typologisches Rudiment), Technik, Funktion und Verzierung entwickeln sich weiter. Die typologische Reihe ist die Anordnung solcher Objekte durch den Archäologen, die eine relativchronologische Abfolge darstellt, also ältere und jüngere Entwicklungsstufen unterscheidet. Das Beispiel zeigt unterschiedliche Fibeln der jüngeren Epoche der Eisenzeit, der sogenannten Latènezeit, ca. 400 v. Chr. bis zur Zeitenwende. Fibeln sind metallene Gewandspangen, bestehend aus einer Nadel, einer Spirale zur Erzeugung von Spannung, einem Bogen, der häufig verziert sein kann, und einem Fuß, in dem die Nadel geschlossen wird. Sie dienen der Befestigung bzw. dem Verschluss von Kleidung, können aber auch Statussymbol gewesen sein. Da sie zur Kleidung oder Tracht gehören, sind sie einem modischen Wandel unterworfen, der ihnen besondere Bedeutung bei der Datierung etwa von Grabfunden, aus denen sie zumeist stammen, zukommen lässt.

Ordnen Sie die Fibeln in einer Entwicklungsreihe. Dabei können unterschiedliche Aspekte von Bedeutung sein (Größe, Fußgestaltung, Nadelhalterung usw.)!
Bildquelle: Dr. Daniel Peters/Sophie Schmidt, Institut für Prähistorische Archäologie

C2: sogenanntes Mittellatèneschema: Der unverzierte Fuß wird zum Bügel umgebogen und an diesem befestigt, jedoch ist der Freiraum nunmehr deutlich kleiner.

Modern: Die moderne Sicherheitsnadel greift das Prinzip der Fibel wieder auf, wird aber auf das wesentliche beschränkt und erfüllt keine Zierfunktion mehr.

A: sogenanntes Frühlatèneschema: Der verzierte Fuß wird rundlich zum Bügel umgebogen, ist aber noch nicht mit diesem verbunden.

B: sogenanntes Frühlatèneschema: Der verzierte Fuß wird flacher zum Bügel umgebogen, ist aber noch nicht mit diesem verbunden, auch die Spirale ist niedriger als bei vorherigen Formen.

C1: sogenanntes Mittellatèneschema: Der verzierte Fuß wird zum Bügel umgebogen und an diesem befestigt, wodurch ein langer Freiraum entsteht.

D: sogenanntes Spätlatèneschema: Der Fuß und der Bügel bestehen aus dem gleichen Draht.

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