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Dr. Christian Eickhoff, Laborleiter (industrielle Forschung und Entwicklung)

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor? Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Aktuell bin ich als Laborleiter für Forschung und Entwicklung im Bereich OLED (Organische Lichtemittierende Dioden) beim weltweit größten Chemieunternehmen tätig. Als Physiker verantworte ich die Planung und Auswertung von Experimenten zum Test von neuen Emittermaterialien. Die dazu notwendigen Dioden baut mein sechsköpfiges Team aus Labormitarbeitern, welches ich als fachlicher Vorgesetzter anleite. Darüber hinaus ist die Präsentation und die Diskussion von Ergebnissen in einem multidisziplinären Team aus Chemikern, Theoretikern und Physikern ein großer Bestandteil meiner Arbeit. Aber auch die Literaturrecherche und das Schreiben von Patenten gehören zu meinem Berufsalltag. Ein Highlight stellt für mich immer das Zusammentreffen mit einem Kunden dar. Hier kann ich die Ergebnisse unseres Teams präsentieren und es wird deutlich, was aus den eigenen Forschungen hervorgehen kann.

Warum haben Sie sich seinerzeit für dieses Studium der Physik entschieden?

Physik und Technik haben mich schon vor dem Studium interessiert, nicht zuletzt aufgrund der begeisternden fachlichen Hingabe meines Physiklehrers zu Schulzeiten. Rückblickend kann ich sagen, dass er ausschlaggebend dafür war Physik zu studieren. Allerdings habe ich dann tat-sächlich zunächst das Studium der Geophysik begonnen. Nach dem Vordiplom in Geophysik wurde mir dann aber recht schnell klar, dass mich die grundlegende Physik mehr reizt, worauf-hin ich zum Physikstudium gewechselt bin.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierende/r erfüllt?

Konkrete Erwartungen an einen Beruf hatte ich eigentlich nie. Während meiner Promotion habe ich mich mit dem Halbleiter Silizium beschäftigt. Direkt nach der Promotion zielten daher viele meiner Bewerbungen bei verschiedensten Unternehmen auf Stellenangebote im Bereich der Siliziumphotovoltaik- oder Halbleiterindustrie. Die Entscheidung letztlich für ein Chemieunter-nehmen tätig zu werden hing direkt mit der damaligen Stellenausschreibung zusammen, in der ein Laborleiter für organische Photovoltaik gesucht wurde. Damit konnte ich einen Teil meiner Erfahrung über Halbleiter einbringen, aber auch noch viel Neues hinzulernen. Und das bei ei-nem Arbeitgeber, der mir eine sichere Perspektive mit vielfältigen Möglichkeiten für die Zukunft bietet.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Während des Studiums ist die breite fachliche Streuung und die Einarbeitung in verschiedenste Themen ein wichtiger Punkt. Die entscheidendsten Lektionen habe ich aber während meiner Promotion gelernt. Selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten, viele Diskussionen mit Kolle-gen und meinem Doktorvater Prof. Martin Weinelt über physikalische Fragestellungen und den Ehrgeiz, Dinge zu Ende zu bringen. Auch die Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse und die Zusammenarbeit mit Kollegen bzw. Anleitung von Mitarbeitern (damals die Diplomanden) sind Erfahrungen, von denen ich heute im Berufsalltag profitiere.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Als Forscher in der Industrie würden Grundlagen des Patentrechts oder „Do’s and Don’ts“ im Umgang mit Kunden den Alltag am Anfang der Karriere etwas erleichtern. Obwohl ich während meines Studiums selbst kein Praktikum in der Industrie absolviert habe, würde ich es jedem empfehlen. Außerdem sollte die englische Sprache in einem international tätigen Unternehmen kein Problem darstellen

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Generell ist mir der Einblick in viele faszinierende Themen der Geo-, Astro- und reinen Physik in besonderer Erinnerung geblieben. Jeden Tag etwas Neues lernen zu dürfen und die Natur der Dinge ein bisschen besser zu verstehen, ist klasse. Und was wäre das Studium ohne Stu-dentenpartys…

Welchen Rat würden Sie StudienanfängerInnen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Studiere das, was dir am meisten Spaß macht und dich wirklich fasziniert. Die Begeisterung für eine Sache ist die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere.