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Veterinärmedizin (Staatsexamen)

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Beispielaufgabe Pathologie

Pathologie

In der Pathologie werden Sie tote Tiere sezieren, untersuchen und abschließend einen Obduktionsbericht anfertigen. Dieser ist nach einem bestimmten Schema anzufertigen. Ein Muster für einen Obduktionsbericht sehen Sie unten abgebildet.

Aufgabe: Bitte ordnen Sie die folgenden Begriffe den einzelnen Abschnitten des Muster-Obduktionsberichtes zu.

Abschnitt

Am (wann) wurde (wo) ein(e) (was) von (von wem) untersucht. Bei der Untersuchung war(en) darüber hinaus anwesend: (wer)

 

Hier handelt es sich um die Einleitung.

gemäß Angaben, gestorben / getötet, wann?, Spezifische Fragestellung ?, Grund der Untersuchung ?

 

Der Vorbericht ist sehr wichtig, da sich daraus wichtige Hinweise oder Fragestellungen für die pathologische Untersuchung ergeben.

  • Signalement
  • Kennzeichen des Todes
  • äußere Besichtigung
  • innere Besichtigung
 

Dieser Teil gehört zur Befundbeschreibung.

• Tierart, -rasse, Geschlecht, Alter, Farbe, Fellzeichnung, erworbene Kennzeichen (Tätowierung, Ohrmarke; Chip-Nr. etc.), Gewicht

 

Das Signalement beschreibt das Tier und seine Kennzeichen.

• Totenstarre, Leichenkälte, Totenauge, beginnende Fäulnis etc. beschreiben

 

Hier werden die Kennzeichen des Todes zusammengefasst.

  • Obduktion …….. Stunden nach dem Tod (circa-Angaben)
  • Zustand des Tierkörpers (abgehäutet, Teile abgenommen oder Fehlen einzelner Teile)
  • Lage des Tieres: Rückenlage, rechte/linke Seitenlage, hängend etc.
  • Ernährungs- und Pflegezustand bei eingeschränktem Pflegezustand
  • Körperoberfläche, Körperöffnungen und Schleimhäute, Unterhautgewebe, Muskulatur, Sehnen, Bänder etc.
    Knochen mit Knochenmark und Gelenke, Lymphknoten und –gefäße, Blut bzw. Blutgerinnung
 

Dieser Teil gehört zur äußeren Besichtigung. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass eine objektive Beschreibung während der Obduktion erfolgen soll, darf der deskriptive Teil des Sektionsberichtes keine diagnostischen Bewertungen/Interpretationen enthalten, sondern muss vollständig in neutralen Beschreibungen abgefasst sein (keine Beschreibungen wie „entzündlich“, „eitrig“, „blutig“, „nekrotisch“ etc.).

  • Bauch- und Beckenhöhle:
  • Kopf/Schädelhöhle, Rückenmarkskanal:
  • Mund- und Rachenhöhle, Hals:
  • Brusthöhle:
 

Bei der inneren Besichtigung sollte grundsätzlich gelten, dass bei der Beschreibung der Organe nur Veränderungen aufgeführt werden. Normalbefunde sollen zur Zeitersparnis nicht aufgeführt werden. Dafür sollten spezifische Organe als unverändert aufgeführt werden (z. B. „Pankreas: Ohne besonderen Befund“). Jede Organuntersuchung umfasst folgende Punkte, die grundsätzlich beurteilt werden sollen, jedoch nur dann im Bericht aufgeführt werden, wenn sie verändert sind:

Lage - Form - Größe - ggf. Gewicht, Ränder - Oberfläche - Farbe - Konsistenz - Schnittfläche, innere Beschaffenheit

  • Organdiagnosen der Wichtigkeit nach ordnen
  • Allgemeindiagnosen vor den Hauptorgandiagnosen, Hauptdiagnosen vor den Nebendiagnosen anführen.

Beispiel: hochgradige, akute bis subakute, multifokale, erosive Gastritis

 

Die pathologisch-anatomische Diagnosestellung erfolgt i.d.R. unter Zuhilfenahme der griechischen bzw. lateinischen Fachtermini, auch deutsche Termini sind zulässig. Die pathologisch-anatomischen Diagnosen werden entsprechend ihrer Bedeutung für das gesamte Krankheitsgeschehen gereiht, hierbei die allgemeinen Diagnosen wie Kachexie, Anämie oder allgemeiner Ikterus zuerst anführen. Postmortale Veränderungen (d.h. post mortem entstanden ÍÎ agonale Veränderungen gehören nicht zu den Diagnosen, sondern werden am Ende der Epikrise erläutert).

  • sofern Diagnosen nicht durch die makroskopische Untersuchung gesichert sind
 

Die pathologisch-anatomischen Differentialdiagnosen, wenn sinnvoll, direkt unter den pathologisch-anatomischen Diagnosen anführen. Erst in der Epikrise im Anschluss an die ätiologische und pathogenetische Diskussion der pathologisch-anatomischen Diagnosen erläutern, was für und was gegen die gestellte(n) Diagnose(n) bzw. Differentialdiagnose(n) spricht und welche weiteren Untersuchungen für eine genaue Abklärung noch durchzuführen sind (z.B. Histologie, Immunhistologie etc.)

  • Einleitung: „was wurde unter welcher Fragestellung seziert?“
  • Herausstellen der wesentlichen Diagnose(n) unter Berücksichtigung der Fragestellung
  • Pathologisch-anatomische Differentialdiagnose(n): wie wahrscheinlich ist was?
  • Ursache, Ätiologie der Erkrankung(en)
    Ätiologische Differentialdiagnose(n)
    Pathogenese der Erkrankung(en) mit Entstehungsmechanismen der einzelnen Organveränderungen und deren Folgen Postmortale Veränderungen und daraus folgernd die Schätzung des Todeszeitpunktes
    Würden Sie weitere Untersuchungen empfehlen? Welche?
 

Dieser Teil gehört zur Beurteilung (Epikrise).

z.B. Die .... ist akutes Herz-Kreislauf-Versagen aufgrund von.....

 

Hier wird die Todesursache, soweit möglich, erläutert.

1.

Einleitung

2.

Todesursache

3.

Beurteilung (Epikrise)

4.

Befundbeschreibung

5.

pathologisch-anatomische Differential-Diagnose(n)

6.

Signalement

7.

pathologisch-anatomische Diagnose

8.

Vorbericht

9.

äußere Besichtigung

10.

innere Besichtigung

11.

Kennzeichen des Todes

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