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Informatik (M.Sc.)

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Sven Otto, Leitender Softwareentwickler bei GameDuell, Berlin

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor: Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Im Games Framework Team implementieren wir alle Features, die produktübergreifend geteilt und wiederbenutzt werden. Dies sind zum Beispiel die Game-Engine, Designer-Tools, die Backend-Server Verbindung, die Facebook Integration oder Zahlungsmöglichkeiten für Mobiltelefone. Mein Berufsalltag sieht so aus, dass ich mit meinem Team die Komplexität anstehender Aufgaben evaluiere, sie zeitlich abschätze und z.T. selbst implementiere.

Des Weiteren partizipiere ich an Einstellungsgesprächen und prüfe Bewerber_innen während ihres Probetages. Zusätzlich gehören das Einarbeiten, Weiterbilden und Motivieren von Kolleg_innen dazu. Wir arbeiten 40 Stunden pro Woche, die mit Gleitzeit flexibel eingeteilt werden können. Hinzu kommen viele Annehmlichkeiten wie kostenlose Getränke, Frühstück, Tischtennis und Billard sowie regelmäßige Team-Events.

Warum haben Sie sich seinerzeit für ein Studium der Informatik entschieden?

Hauptsächlich habe ich analysiert, wovon ich am meisten fasziniert war. Das hatte überwiegend mit Informatik zu tun. Mich reizten die vielfältigen Aufgaben und die stetige Weiterentwicklung meiner eigenen Fähigkeiten. Ich hatte schon in meiner Jugend kleine Spiele programmiert und Spaß an kreativen Aufgaben wie 3D-Modeling für First-Person-Shooter Maps gefunden. 

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden, und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierender erfüllt?

Als Werkstudent bekam ich die Aufgabe, ein OpenGL Framework für die Spieleentwicklung zu entwickeln. Durch meine vorherigen Erfahrungen im 3D Bereich lag mir dies besonders. Zu diesem Zeitpunkt bemerkte ich, dass mich die Tool-Entwicklung besonders fordert. Eigentlich wollte ich ja Spiele-Programmierer werden.

Meine Erwartungen an meinen aktuellen Beruf wurden bei Weitem übertroffen. Während des Studiums konnte ich mir nur schwer vorstellen, wie der Alltag in dem Beruf aussieht und wie viele zusätzliche Möglichkeiten es gibt.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Ich habe gelernt, meine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und frühzeitig an einen Plan B oder C zu denken. Das spart wertvolle Zeit. Zum Beispiel habe ich die Zeit für eigene Projekte und Weiterbildung genutzt, wenn ich wusste, dass ich ein Modul in einem Semester nicht erfolgreich abschließen konnte.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

  • Leitende Funktionen z.B. in einem Verein sind sehr nützlich.
  • Buildprozesse und Betriebssysteme sind essentiell.
  • Zeitgemäße Computergrafiktechnologien (OpenGL ES 2.0+, WebGL, Vulkan, Mantle, Metal) sind sehr nützlich.

Welchen Rat würden Sie StudienanfängerInnen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Ich kann definitiv empfehlen, eigene Projekte im Team zu realisieren, am besten mit Grafikern und einer Person, die sich um das Produkt kümmert. Es kommt darauf an, dass die Projekte so strukturiert werden, dass Mehrere gleichzeitig daran arbeiten können. Data Driven Design und Composition sind hier die Stichwörter. Man sollte auf jeden Fall von dem Lösen komplexer Aufgaben fasziniert sein und die Fähigkeit haben, seine Begeisterung auf Andere zu übertragen.