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Byzantinistik als Nebenfach (Modulangebot)

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Literatur und Architektur

Der Kaiser Justinian I. (Regierungszeit 527-565 n. Chr.) führte in Konstantinopel umfangreiche Baumaßnahmen durch. Das berühmteste seiner Bauwerke ist die Hagia Sophia, die Krönungskirche der byzantinischen Kaiser. Sie war die prächtigste und die mit Abstand größte Kirche ihrer Zeit - besonders die Kuppel, deren Durchmesser etwa 33 Meter beträgt und deren Scheitelpunkt sich in 55 m Höhe befindet, hat auf die Zeitgenossen außerordentlich beeindruckend gewirkt. Durch die gesamte byzantinische Zeit hindurch wurde sie als Staatskirche genutzt. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie in eine Moschee umgewandelt, heute fungiert sie als Museum.

Der Historiker Prokop, der zu Justinians Zeit lebte, verfasste das Werk „Die Bauten“, in dem er das Bauprogramm des Kaisers wahrscheinlich in dessen Auftrag beschreibt. Das Werk trägt charakteristische Züge einer Lobrede. Der griechische Terminus für diese Textgattung lautet Enkomion.

Im folgenden Textauszug beschreibt Prokop die Hagia Sophia:

"In unaussprechlicher Schönheit bietet sie sich dar. Denn Glanz und Harmonie der Maße schmücken sie, kein Zuviel und kein Zuwenig ist an ihr festzustellen, da sie prunkvoller als das Gewohnte und zuchtvoller als das Maßlose ist; an Licht und Sonnengefunkel aber hat sie Überfluß. […]

In der Mitte der Kirche erheben sich vier von Menschenhand gefertigte Steinmassen, sogenannte Pfeiler, zwei gegen Norden, zwei gegen Süden […] Darüber wachsen vier Bogen im Geviert empor. Ihre Enden ruhen, paarweise zusammen laufend, auf dem Oberteil der genannten Pfeiler, ihre übrigen aufstrebenden Bauteile verschweben in unendliche Höhe. Während sich das eine Bogenpaar gegen Osten und Westen zu im freien Raum wölbt, hat das andere eine Art Wand und ganz kleine Säulen unter sich. Über den Bogen erhebt sich ein kreisförmiges Gebilde […] Da die Verbindungsstellen der Bogen im Geviert angelegt sind, so bildet das Bauwerk dazwischen vier Dreieckswinkel. Die Basis eines jeden Dreiecks läuft infolge der gegenseitigen Annäherung im Bogen in einem spitzen Winkel aus. Ansteigend schließen des weiteren beide Schenkel ein immer breiter werdendes Mittelfeld ein und enden schließlich bei dem hier aufsitzenden Kreisrund, an dem nun die zwei restlichen Winkel zu liegen kommen. Eine riesige, dieses Kreisrund überspannende, kugelähnliche Kuppel leiht jenem besondere Schönheit."

Quelle: Prokop, Bauten, herausgegeben und übersetzt von Otto Veh, Heimeran Verlag München 1977.
Ordnen Sie die unterstrichenen Textabschnitte per "Drag and Drop" den entsprechenden Gebäudeteilen auf der Abbildung der Hagia Sophia zu!
 
 
 
 
 
Hagia_sofia
1.

"vier von Menschenhand gefertigte Steinmassen, sogenannte Pfeiler"

2.

"Kuppel"

3.

"Art Wand und ganz kleine Säulen"

4.

"spitzen Winkel"

5.

"vier Dreieckswinkel"

Auflösung