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Theaterwissenschaft (B.A.)

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Analyseaufgabe

Die analytisch-schriftliche Auseinandersetzung mit Theater-, Performance- und Tanzaufführungen steht im Zentrum der Beschäftigung mit der zeitgenössischen Theaterlandschaft. Dabei werden Sie im Studium verschiedene methodische Ansätze kennen- und unterscheiden lernen.

Schauen Sie sich das folgende Video an. Es handelt sich um einen Auszug aus der Aufführung „Siena“ (2014) von La Veronal. Lesen Sie sich danach die folgenden Textauszüge durch und ordnen Sie diese dem passenden methodischen Ansatz zu. Handelt es sich bei den Auszügen um eine Aufführungsanalyse, eine Theaterkritik oder ein Erinnerungsprotokoll?
Quelle: Walter Bickmann für TanzForumBerlin

Die Strategien der Verschiebung und Verdichtung, des Traumhaften sowie Symbole von Leben und Tod im Spiel mit zeitlich Vergangenem, Gegenwärtigem und Zukünftigem bringen in La Veronals „Siena“ eine Ästhetik der Wiederholung hervor, die sich mit Sigmund Freuds psychoanalytischen Theorien analysieren und präzisieren lässt.

 

Die Aufführungsanalyse dient als wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem Theater-, Performance- oder Tanzereignis. Die Beschreibungen dieses Ereignisses werden also immer auch in Hinblick auf eine bestimmte Fragestellung erarbeitet und dienen der Unterstützung einer These, die sich für die Arbeit aufstellen und auch mit anderen Theorietexten verknüpfen lässt.

Eine riesige nackte Frau mit welligem Haar räkelt sich lasziv ausgestreckt auf weißen Bettlaken, die Hand locker im Schritt platziert. Ihr Blick geht geradeaus, direkt und unverblümt. Die herausragenden Tänzerinnen von La Veronal bringen sich dabei vor ihr in spektakuläre Positionen. Ihre Körper überlagern sich, verschiedene Arme und Beine verschmelzen immer wieder zu neuen, beeindruckenden Bildern.

 

Eine Theaterkritik ist eine journalistische Schreibform, welche im wissenschaftlichen Arbeiten nur am Rande betrachtet wird und im Theaterwissenschaftsstudium in einem optionalen Übungsseminar erprobt werden kann. Sie zeichnet sich durch einen umgangssprachlicheren Schreibstil aus und verfolgt nicht zwangsläufig die argumentative Überprüfung einer These.

In einem Museumssetting betreten zwei Tänzerinnen in Fechtkostümen die Bühne. Die Bewegungen der Tänzerinnen scheinen abgehackt, aber sehr präzise. Einzelne Bewegungen werden mehrfach wiederholt. Alles wirkt irgendwie traumartig, leicht bizarr, verstörend und unheimlich.

 

Das Erinnerungsprotokoll dient als persönliche Stütze und Verschriftlichung erster Eindrücke und Hypothesen zu der erlebten Aufführung. Da die Aufführung als theaterwissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand durch ihre Flüchtigkeit gekennzeichnet ist, empfiehlt es sich dringend, nach dem Aufführungsbesuch solche Notizen anzufertigen, um zu einem späteren Zeitpunkt die Erinnerung an das Ereignis wieder auffrischen zu können.

1.

Theaterkritik

2.

Erinnerungsprotokoll

3.

Aufführungsanalyse

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Achtung! Eine tiefere Auseinandersetzung mit den einzelnen methodischen Ansätzen kann nur in den theaterwissenschaftlichen Seminaren stattfinden – an dieser Stelle sind die erfolgten Zuordnungen also nur als grobe Skizzierungen zu verstehen.