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Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (B.A.)

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Lina Kokaly, Journalistin in der ARD

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor: Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Jeden Morgen bringe ich meine Tochter in den Kindergarten, ab dann sieht jeder Tag anders aus, weil ich sehr unterschiedliche Aufgaben bei Radio Bremen habe. Als Redakteurin betreue ich junge Talente, die für das Junge Angebot von ARD und ZDF Videos machen. Mit denen feile ich auch schon mal an Pups-Witzen. Manchmal moderiere ich im Funkhaus Europa. Dann führe ich Interviews oder sage Musik an. An anderen Tagen bin ich Reporterin: Da lese ich ein Buch oder gucke eine Serie und dann erzähle ich im Radio, wie ich es fand.

Warum haben Sie sich für dieses Studium der entschieden?

Ganz ehrlich? Ich lese einfach für mein Leben gerne. Deswegen wollte ich unbedingt mit Texten arbeiten.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierende erfüllt?

Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so zufrieden mit meinem Job sein könnte. Radio war viel zu abstrakt für mich, als dass ich mir das schon früh beruflich vorstellen konnte. Dann habe ich aus einem Seminar heraus etwas im Deutschlandradio Kultur einsprechen dürfen. Das hat so einen Spaß gemacht, dass ich mich entschieden habe: Das will ich beruflich machen. Unbedingt.

Was ist das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Selbstbewusstsein. Die Fähigkeit, so lange nachzufragen, bis ein Sachverhalt wirklich klar ist. Und entscheiden können, ob ein Text gut ist. Denn: Jeder Text geht immer noch besser.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Fremdsprachen lernen. Da hat man nach dem Studium keine Zeit mehr für. Auch geholfen haben mir Sprecherziehung oder Sprechtraining (eigentlich Kurse für angehende Lehrerinnen). Aber sonst sollte man die Studienzeit genießen, man arbeitet später noch genug.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Na klar. Jede Menge. Ich hatte eine wunderbare Zeit und ich habe mit Menschen studiert, die alle gerne studiert haben. Das ist alles andere als selbstverständlich. Der Austausch mit meinen Kommilitonen hat mir gezeigt: Ich kann nur einen Job annehmen, der mir wirklich Spaß macht.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger_innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Einfach machen. So lange nachfragen, bis man weiß, wie man ein Skript schreibt, Themen anbietet, im Radio spricht…Traut euch. In dieser Branche muss man selbstbewusst sein.