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B.A. Niederländische Philologie

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Annika Reimann, Online Marketing Consultant

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor. Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Als Online Marketing Consultant helfe ich niederländischen Betrieben, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen. Für viele Onlinefirmen, die in den Niederlanden erfolgreich sind, ist Deutschland der logische nächste Schritt.

Neben sprachlichen und kulturellen Unterschieden gibt es auch große Unterschiede im Online-Verhalten zwischen Deutschen und Niederländern. Deutsche verhalten sich eher konservativ als Onlinekunden. Eine Website muss beispielsweise in korrekter deutscher Sprache präsentiert werden, wohingegen Niederländer durchaus auch Websites in anderen Sprachen akzeptieren.

Meine Haupttätigkeit besteht demnach darin, kulturelle und sprachliche Unterschiede aufzuzeigen und niederländische Unternehmen so zu beraten, dass sie den deutschen Markt erfolgreich erobern können. Dazu gehört unter anderem das Nutzen verschiedener Marketingkanäle (Google AdWords, Suchmaschinenoptimierung, PR).

Warum haben Sie sich seinerzeit für ein Studium der Niederländischen Philologie entschieden?

Als Halbniederländerin bin ich schon seit meiner Geburt mit der niederländischen und der deutschen Kultur und Sprache aufgewachsen. Dadurch war ich auch schon immer mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der beiden Sprachen und Kulturen konfrontiert und fand es spannend, mehr über Literatur und Sprachwissenschaft zu erfahren. Somit war Niederländische Philologie für mich die logische Konsequenz neben einem Germanistikstudium.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran erfüllt?

Als klassische Quereinsteigerin ergab sich die Entscheidung für meinen heutigen Beruf erst nach meinem Studium.

Während meines Studiums finanzierte ich mir meinen Lebensunterhalt unter anderem mit Nebenjobs bei verschiedenen Startups und Onlineshops. Meist arbeitete ich als Übersetzerin für Deutsch/Niederländisch oder schrieb Texte für die Website.

Nach Abschluss meines Studiums ergab sich die Möglichkeit, in Vollzeit als Online Marketing Assistentin und später Online Marketing Managerin zu arbeiten.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Vermutlich würde man instinktiv zuerst an sprachliche Besonderheiten denken. Es sind jedoch weniger die Inhalte, sondern mehr die Herangehensweise, von der ich heute noch sehr stark profitiere. Ich habe vor allem gelernt, selbständig und eigenständig zu arbeiten, mich in neue Herausforderungen schnell hineinzudenken oder auch verschiedene Perspektiven einnehmen zu können.

Die umfassende geisteswissenschaftliche Bildung, die ich genossen habe, ist nicht nur in Hinblick auf meinen heutigen Beruf wichtig, sie ist darüber hinaus eine kostbare Bereicherung meines Lebens. Vor allem hilft sie, über den Tellerrand hinaus zu blicken.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Gerade bei geisteswissenschaftlichen Studien ist es wichtig, neben der Theorie bereits praktische Erfahrungen zu sammeln. Diese können sehr vielfältig sein.

In meinem Fall haben mir meine Nebenjobs im Online-Marketing zu meinem heutigen Beruf verholfen.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die familiäre Atmosphäre der Niederländischen Philologie. Kleine und interaktive Seminare ermöglichten konstruktive Diskussionen, von denen ich inhaltlich noch heute profitiere.

Ein besonderes Highlight sind die Studienfahrten in niederländischsprachige Länder. So kam ich in den Genuss an einer Studienfahrt nach Suriname, einer ehemaligen niederländischen Kolonie in Südamerika, teilzunehmen.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger/innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Als Quereinsteigerin ins Online Marketing kann ich empfehlen, neben einem geisteswissenschaftlichen Studium ein wirtschaftliches Nebenfach zu belegen oder schon während des Studiums Praxiserfahrungen zu sammeln.