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Niederländische Philologie (B.A.)

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Christian Hauska, Student M.A. Journalismus und Neue Medien, Universität Leiden

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor. Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Ich lebe nun schon seit einem Jahr in den Niederlanden und befinde mich derzeit in meinem Masterstudium "Journalistiek en Nieuwe Media" an der Universität von Leiden. Neben meinem Studium arbeite ich zwei Tage pro Woche an der Deutschen Internationalen Schule Den Haag. Ich bin dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, pflege die Website, die Social-Media-Kanäle, erstelle Fotodokumentationen und schreibe Artikel für diverse Expat-Magazine.

Ich kann mir die Tätigkeit dort sehr flexibel gestalten. Eine wirkliche gute Abwechslung zum sehr anspruchsvollen Unialltag.

Warum haben Sie sich seinerzeit für ein Studium der Niederländischen Philologie entschieden?

Ich hatte vor dem Studium der Niederländischen Philologie Englisch und Französisch mit Lehramtsoption begonnen zu studieren. Niederländisch wollte ich schon immer studieren. Ich mochte die Sprache, ich mochte das Land, die Menschen, die Nähe zum Wasser, die landestypische Architektur und hatte ein großes Interesse für niederländische Geschichte und Kultur. Jedoch hatte mir die berufliche Perspektive nach Abschluss dieses Studiums stets Sorgen bereitet. Ich habe dann sehr schnell gemerkt, dass der Lehrerberuf nicht zu mir passt und dass ich gern ein Studium aufnehmen möchte, für das ich inhaltlich brenne. Heute weiß ich, dass eine Studienwahl keine Vernunftentscheidung sein darf. Der eigene Ehrgeiz, Disziplin, Akribie und manchmal auch ein bisschen Glück spielen eine wichtigere Rolle, um nach dem Studium beruflich Fuß zu fassen.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran erfüllt?

Momentan ist mein Masterstudium noch mein Beruf. Ich wusste bereits nach meinem Bachelorabschluss, dass ich noch ein Masterstudium, möglichst in den Niederlanden, absolvieren möchte. Ich habe davor ein sechsmonatiges Praktikum in der Redaktion bzw. PR-Abteilung der Deutsch-Niederländischen Handelskammer in Den Haag absolviert. Hier habe ich gemerkt, dass mich Öffentlichkeitsarbeit beruflich erfüllen könnte. Möchte man in diesem Beruf tätig werden, sollte man u.a. gut schreiben und die Neuen Medien kennen und einsetzen können. Mein Masterstudium bietet mir demnach gute Weiterbildungsmöglichkeiten.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Zu allererst natürlich die niederländische Sprache. Nach etwa vier Semestern habe ich die Sprache fließend beherrscht. Neben den Veranstaltungen meines Studiums habe ich jedoch auch einiges an niederländischer Lektüre sowie Nachrichten und Filme in niederländischer Sprache konsumiert. Auch habe ich ein Semester in Amsterdam studiert und meine sprachlichen Fähigkeiten dort enorm verbessert.

Da ich während meines Studiums noch an einigen anderen Projekten beteiligt war, habe ich gelernt, mich zu organisieren und zu strukturieren. Und natürlich habe ich gelernt, kritisch und wissenschaftlich zu denken.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Man sollte versuchen, so viele praktische Erfahrungen wie möglich zu machen. Ich habe während meines Bachelors 'nur' drei Praktika absolviert. Viele meiner Mitstudenten hatten am Ende ihres Studiums lediglich eine Praktikumserfahrung. Dass viele Uni-Absolventen dann nicht wissen, wie es nach dem Studium weitergeht, verwundert mich nicht. Sie haben die Möglichkeit versäumt, sich während ihres Studiums für eine spätere berufliche Tätigkeit zu inspirieren. Deshalb sollte man sich an so vielen Projekten wie möglich beteiligen, egal ob im In- oder Ausland. Es ist nicht nur gut für den Lebenslauf, sondern auch für die persönliche Entwicklung. Wenn ich heute noch mal könnte...

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Ich hatte mal eine mündliche Prüfung, in der ich, obwohl gut vorbereitet, außer Gestammel nichts zustande bringen konnte. Nach einigen Minuten fragte ich die Dozentin, ob ich nächste Woche wiederkommen könne. Sie schmunzelte und bejahte dies. In der nächsten Woche lief es recht gut. So etwas passiert und man lernt daraus.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger/innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich nach dem Masterabschluss in der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit arbeiten werde. Da ich in den Niederlanden leben möchte, ist es wichtig, die Sprache perfekt zu beherrschen. Als Bestandteil einer Gesellschaft sollte man dann auch Kenntnisse über Kultur und Geschichte besitzen. Weiterhin empfehle ich allen Studenten, während ihres Bachelors so viele Erfahrungen wie möglich aufzusaugen, sich an Projekten zu beteiligen und ins Ausland zu gehen, egal ob für ein Semester oder Praktikum. Auch bietet die FU viele interessante Projekte, an denen man sich beteiligen kann. Und nicht zuletzt freut sich das Institut der Niederländischen Philologie über motivierte Studenten, die ein eigenes Projekt starten und das Studium somit noch attraktiver machen. Erst kürzlich sagte ein Dozent in Leiden zu mir und meinen Mitstudenten: "Man hat nie wieder so viel Zeit wie zu Studienjahren. Diese Zeit gilt es zu nutzen!"