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Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (B.A.)

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Dr. Sandra Janßen, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor: Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Nicht viel anders als im Studium – weniger Stundenplan, mehr Organisatorisches (Planung von Tagungen o.ä.), weniger passive Teilnahme, mehr Hinarbeiten auf den nächsten Vortrag, die nächste Seminarsitzung usw.

Warum haben Sie sich für dieses Studium der entschieden?

Um so viel Literatur wie möglich zu studieren, in so vielen Sprachen, wie ich mir aneignen kann.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierende erfüllt?

Mit dem Studium, nur wusste ich es noch nicht. Ich wollte mit der Form gedanklicher Produktion, die man sich in seinem Verlauf aneignet, nicht aufhören, sie weiterentwickeln. Die Entscheidung verfestigte sich eher, als dass ich sie getroffen hätte.

Pragmatisch gesehen entscheiden sich Wissenschaftlerlaufbahnen in Deutschland mit der Berufung oder Nichtberufung auf eine Professur, obwohl der Abschluss der Promotion der (spätest) sinnvolle Moment für diese Wahl wäre. Solange man sich in der Phase dazwischen befindet, lässt sich, angesichts des aktuellen (Miss )Verhältnisses von Professuren und befristet beschäftigtem Wissenschaftspersonal, auf die Frage nach erfüllten Erwartungen nur antworten: Was Gegenstände und Inhalte (und den Austausch darüber) angeht, macht der Beruf glücklich.

Was ist das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Sich nicht für klüger zu halten als das Buch, das man liest, aber klug genug, um ihm auf die Schliche zu kommen (denn seinen Gegenstand nur zu „verwerten“ ist intellektuell so wenig produktiv wie ihn nur zu feiern).

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Glücklicherweise keine.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Das Robert-Musil-Oberseminar von Inka Mülder-Bach, wo zu lernen war, wie man sich mit der größtmöglichen Intensität an einem Text abarbeitet, immer am Rande der Überforderung und immer wieder bereit für die Herausforderung.

Welchen Rat würden Sie Studienanfänger_innen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Viel Neugier und ebensoviel Eigenwillen mitzubringen, sehr viel Ausdauer und noch mehr Frustrationstoleranz, aber vor allem natürlich Spaß am Denken.

Im Übrigen sollte man sich eher am Ende des Studiums (bzw. der Promotion) dafür entscheiden als am Anfang und in der Zwischenzeit Alternativen ausprobiert haben. Wer den Weg wirklich gehen will, sollte sich über Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven an deutschen Hochschulen hinreichend kundig machen.