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B.A. Judaistik

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Vertiefungsphase

In den Modulen der Vertiefungsphase werden die bisher erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten vertieft. Der Schwerpunkt liegt auf epochenübergreifenden Fragestellungen, die den Kernthemen der jüdischen Geschichte, der hebräischen Bibel und ihrer Kommentierung sowie der jüdischen Philosophie entlehnt sind. Die eigenständige Bearbeitung und Präsentation wissenschaftlicher Fragestellungen in Wort und Schrift wird eingeübt und durch das angeleitete Selbststudium intensiviert. Durch die Lektüre und Analyse original sprachlicher Quellen werden die Hebräischkenntnisse stetig erweitert.

Das Modul besteht aus einem Seminar und einem Literaturkurs.

Die Studierenden lernen die grundlegenden Fragestellungen der mittelalterlichen jüdischen Philosophie und ihrer frühneuzeitlichen und neuzeitlichen Rezeption kennen.

Die Schwerpunktthemen des Seminars können folgenden Bereichen entstammen: die unter dem Einfluss der muslimisch-arabischen Kultur stehenden philosophischen Strömungen des Mittelalters, Maimonides und der maimonidische Streit, Philosophie und Kabbala, jüdisches Denken in der Aufklärungsepoche und in der Moderne.

In dem begleitenden Literaturkurs werden die im Seminar behandelten Themen und Theorien unter philologischen Gesichtspunkten vertieft; ein von den Studentinnen und Studenten individuell gewähltes Thema aus dem Themenbereich des Moduls wird anhand eines zu erstellenden Thesenpapiers diskutiert.

 

Dieses Modul besteht aus einem Seminar und einem Literaturkurs.

Die Schwerpunktthemen beziehen sich auf folgende Bereiche: Rezeption und Verarbeitung biblischer Stoffe und Motive in der frühjüdischen und rabbinischen Literatur, in der mittelalterlichen Bibelkommentarliteratur sowie in liturgischen Traditionen; deutsch-jüdische Bibelübersetzungen und ihre Bedeutung für die moderne jüdische Religions- und Kulturgeschichte; feministische Theologie und Frauengeschichte; moderne und postmoderne Zugänge zu biblischen Traditionen.

Die Studierenden werden die in der Aufbauphase erworbenen Grundkenntnisse über die hebräische Bibel, das antike, mittelalterliche und neuzeitliche Judentum mit Blick auf epochenübergreifende Fragestellungen und Problemhorizonte reflektieren. Sie erfahren, dass mit der wachsenden Autorität der heiligen Schriften, Interpretationsvorgänge immer wichtiger wurden und zur Ausbildung einer sich stets fortentwickelnden Kommentarliteratur geführt haben. Sie lernen die Grundtendenzen dieser jüdischen Bibelauslegung im Frühjudentum, in der rabbinischen Tradition, im Mittelalter und in der Moderne kennen. Sie reflektieren den Bedeutungswandel zentraler jüdischer Symbole sowie die Rezeption von Texten und ihren Wandlungen in der Liturgie.

 

Dieses Modul besteht aus einem Seminar und einem Literaturkurs. Es kann nur nach erfolgreichem Abschluss der Antike- und Mittelaltermodule belegt werden.

Die Schwerpunktthemen beziehen sich auf folgende Bereiche: Bildung der Traditionsliteratur im rabbinischen Schulbetrieb; exemplarische Analyse der Entwicklung ausgewählter Rechtstraditionen; Paradigmen der Rechtsbildung; die Karäer und ihre Kritik an der rabbinischen Tradition; Wandlungen im Traditionsverständnis infolge von Aufklärung, Emanzipation, Zionismus und Holocaust.

Die Studierenden können das sich in der rabbinischen Epoche verdichtende Traditionsprinzip der mündlichen und schriftlichen Tora im Blick auf traditionsgebundene Fixierung einerseits sowie im Blick auf dynamische Weiterentwicklung und Aktualisierung andererseits wahrnehmen und analysieren. Die Studentinnen und Studenten lernen radikale Kritik an und Abkehr von der rabbinischen Tradition im Kontext der karäischen Bewegung sowie der infolge von Aufklärung und Säkularisierung einsetzenden Wandlungen und Reformen kennen.