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B.A. Judaistik

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Einführungsphase

Die Module der Einführungsphase vermitteln eine Einführung in die Grundlagen der Judaistik. Den Studierenden wird hier ein Überblick über die Wissenschaftsgeschichte des Fachs geboten. Es werden Epochen der jüdischen Geschichte im Überblick mit dem Schwerpunkt der Moderne aufgezeigt, Grundlagen der hebräischen Sprache gelehrt (siehe Reiter »Hebräisch«) sowie methodisches Grundwissen und Arbeitsmethoden der Judaistik vermittelt.

Das Studienmodul »Einführung in die Judaistik« besteht aus einer Vorlesung und einer Übung. Die Studierenden erlangen eine erste Orientierung über grundlegende Fragestellungen und Themen. Sie setzen sich mit der Geschichte ihres Faches im Spannungsfeld von Aufklärung, Emanzipation, Akkulturation, Antisemitismus und Holocaust auseinander. Die Studierenden lernen die zentralen Ereignisse der jüdischen Geschichte und die Wendepunkte kennen, die eine jede Epoche charakterisieren. Sie entwickeln damit ein Problembewusstsein in Hinblick auf moderne Konstruktionen von Epochen, Periodisierungen und historische Entwicklungsmodelle. Zudem verfügen sie anschließend über unerlässliches Handwerkszeug, das zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten befähigt.

Schwerpunkte der Vorlesung »Was ist Judaistik?« sind: Entstehung und Geschichte der Wissenschaft des Judentums, die Rabbinerseminare als Ausbildungs- und Forschungsstätten, der Holocaust als Voraussetzung für die Einführung der Judaistik an deutschen Universitäten, Jüdische Studien im Kontext des Zionismus, Forschungsstätten in Israel und den USA, Judaistik/Jüdische Studien heute, Epochen der jüdischen Geschichte im Überblick sowie Gender-Geschichte.

Die Hauptinhalte der Übung »Handwerkszeug der Judaistik« sind: Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens in der Judaistik, Informationsrecherche in Bibliotheken, Archiven und im Internet sowie eine praktische Anleitung zum Anfertigen von Hausarbeiten und Thesenpapieren.

Literatur: Günter Stemberger: Einführung in die Judaistik, 2002 (aufgrund der rasanten Veränderungen im Bereich der Judaistik in Deutschland in den zurückliegenden Jahren teilweise veraltet)

Dieses Modul besteht aus einer Vorlesung und einem Exkursionskurs. Im Zentrum der Fragestellungen stehen die drei grundlegenden Faktoren, die auf die moderne jüdische Identität eingewirkt haben: Aufklärung, Antisemitismus und Zionismus. Es werden Wandlungsprozesse von kultureller bzw. nationaler und religiöser Identität besprochen, die sich seit der Aufklärungszeit herausbildeten. Der Exkursionskurs »Das jüdische Berlin« führt die Studentinnen und Studenten an einen der ersten und wichtigsten Orte der europäisch-jüdischen Geschichte, an dem Jüdinnen und Juden ein jüdisches Leben in der Moderne schufen. Das Programm umfasst den Besuch von Museen, Bibliotheken, Archiven, Gedenk- und Dokumentationsstätten, Synagogen und Friedhöfen in Berlin.

Hauptthemen des Moduls sind:

• Neue Richtungen und Strömungen, die das Judentum in der Moderne prägen: neo-orthodox, konservativ, liberal, reformorientiert, säkular und zionistisch.

• Moses Mendelssohn und die jüdische Haskala (Aufklärung) in ihrer Bedeutung für die Frage nach der jüdischen Identität in der Moderne;

• Reformen im religiösen und gesellschaftlichen Leben infolge der Eingliederung in die Umweltkultur(en);

• Rationalität und universale Toleranz als grundlegende Normen moderner jüdischer Identität; Antisemitismus und jüdische Identität;

• die zionistische Bewegung und die Gründung des Staates Israel als grundlegende Faktoren für die Frage nach jüdischer Identität heute.