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Italienstudien (B.A.)

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Literaturgeschichte: Autoren und Werke (Literaturwissenschaft)

Die italienische Literatur genießt eine hochrangige Stellung in der Kulturgeschichte Europas: Insbesondere die Autoren der Renaissance haben die gesamte europäische Literatur entscheidend geprägt (z.B. Petrarca und die literarische Strömung des Petrarkismus – bei Shakespeare, der Pléiade, den Autoren des Siglo de Oro usw.). Auch Werke wie die Göttliche Komödie gehören ohne jeden Zweifel zum kulturellen Erbgut der westlichen Welt, und sind sogar in der kommerziellen Popkultur der heutigen Zeit präsent (Comics, Videogames, Bestseller wie Dan Brown’s Inferno usw.).

„Der französische Historiker Fernand Braudel umreißt die Bedeutung der italienischen Kultur in der Frühe Neuzeit mit dem Schlagwort ‚Modell Italien‘ (Braudel 1991). Er beschreibt damit die Tatsache, dass in der Zeit von ca. 1450 bis 1650 wesentliche Anregungen für die Entwicklung der Kultur in Europa von Italien ausgegangen sind und Italien in jenem gesamteuropäischen Prozess der kulturellen Neuorientierung, der als Renaissance bezeichnet wird, eine zentrale Rolle spielt.

Herausragende Beispiele für die Impulse, die im literarischen Bereich in der Frühen Neuzeit von Italien ausgehen, sind die Novellistik in der Tradition von Boccaccios Decameron, die europäische Schäferdichtung, die durch Sannazaros Arcadia Anregungen erhält, der Petrarkismus, der im 16. Jahrhundert in ganz Europa zur dominierenden Form der Liebeslyrik wird, das höfische Ritterepos, das nicht nur Cervantes‘ Don Quijote inspiriert, sondern dessen Figuren noch im 18. Jahrhundert in den Opern Georg Friedrich Händels auftauchen, und schließlich die Entwicklung des modernen Theaters nach antikem Modell, das durch die Gastspiele italienischer Theatertruppen an den Höfen Europas überall bekannt wird“

(A. Grewe, Einführung in die italienische Literaturwissenschaft, Stuttgart, Metzler, 2009, S. 222-223)
Ordnen Sie die folgenden Werke ihren jeweiligen Autoren zu!

Dante Alighieri

 

Die Göttliche Komödie, ein unbestrittenes Meisterwerk der europäischen Literatur des Mittelalters, ist das Hauptwerk Dante Alighieris. Das Werk zerfällt in drei Teile (cantiche), die beschreiben, wie die Figur „Dante“ in die Hölle hinabsteigt, um dann durch das Fegefeuer ins Paradies zu gelangen. Dante schafft in seinem wortgewaltigen Werk einen Kosmos, der Literatur und Kunst jahrhundertelang bis in die heutige Zeit Inspiration sein soll.

Francesco Petrarca

 

Der Canzoniere ist die wohl bekannteste Lyriksammlung der Renaissance, die vom Vater des Humanismus, Francesco Petrarca, im 14. Jh. verfasst wurde: In dieser stilisierten Autobiographie geht es um die Liebe zu Laura und um die moral-ethische Kontroverse, die aus dieser irdischen Liebe resultiert.

Giovanni Boccaccio

 

Boccaccio ist zusammen mit Dante und Petrarca einer der “tre corone“ der italienischen Literatur: In seinem Decameron, einer Sammlung von 100 Novellen, propagiert er neue weltliche Werte und eine humanistische Auffassung vom Menschen und von der Literatur.

Niccolò Machiavelli

 

Machiavellis Principe (16. Jh.) ist eines der berühmtesten politischen Traktate der abendländischen Kultur, das die moderne politische Wissenschaft begründet hat.

Ludovico Ariosto

 

Ariostos Orlando Furioso, ein romanzo cavalleresco (Ritterepos) des 16. Jh., mischt Kriegserzählungen, phantastische Abenteuer und Liebesgeschichten durch kunstvolle Erzähltechniken und einen subtilen Humor.

Carlo Goldoni

 

Goldoni ist der Theatermensch des 18. Jhs., der in Venedig des settecento ein neues aufgeklärtes Drama schafft, welches die Charaktere psychologisch erkundet und das Prinzip des verosimile (Wahrscheinlichen)wieder einführt.

Alessandro Manzoni

 

In der Epoche der Romantik wurden u.a. berühmte historische Romane geschrieben – darunter die Promessi Sposi, die die Liebesgeschichte von Renzo und Lucia in einem breiten historischen Kontext situieren (spanische Herrschaft im seicento) und auf grundlegende moralische Debatten eingehen.

Luigi Pirandello

 

Pirandello schreibt Romane, Novellen und Dramen, die den Modernismus in Italien am besten exemplifizieren. In seinem Il fu Mattia Pascal bespricht er das Problem einer einheitlichen Identität der Menschen und verwendet metanarrative Elemente, um die Form des Romans selber zu reflektieren.

Umberto Eco

 

Der Nome della Rosa ist eine Art programmatisches Manifest der Postmoderne, das von dem Semiotik-Professor Umberto Eco geschrieben wurde; die vielfältigen Schichten des Romans und der möglichen Leserschaft sowie die zahlreichen intertextuellen Zitate und die metatextuellen Reflektionen zur Literatur machen den Kritik- und Publikumserfolg des Romans aus.

Roberto Saviano

 

Roberto Saviano, zeitgenössischer Journalist und Schriftsteller, schuf mit Gomorra eine neue Art von Roman, in der eine Mischung aus Realität und Fiktion zum Tragen kommt, die ihn zwang, unter Polizeischutz zu leben.

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1.

La Locandiera

2.

Il Principe

3.

Il nome della rosa

4.

Il fu Mattia Pascal

5.

I Promessi Sposi

6.

Gomorra

7.

Decameron

8.

Divina Commedia

9.

Canzoniere (Rerum vulgarium fragmenta)

10.

Orlando Furioso