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Italienische Philologie (B.A.)

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Vera Scholvin, Studentin des M.A. Sprachen Europas, Stud. Hilfskraft am Arbeitsbereich für Französische Sprachwissenschaft

Warum hattest du dich damals für das Studium der Italienischen Philologie entschieden?

Genauer genommen habe ich Französische Philologie und Italienisch studiert. Italienische Philologie im Kernfach konnte ich nicht wählen, da ich vor dem Studium keine Sprachkenntnisse in Italienisch hatte. Die schwierige Entscheidung, ob französische oder italienische Philologie mein Kernfach werden sollte, wurde mir also durch die Umstände abgenommen. Sowohl die Sprachen als auch die Literatur in beiden Sprachen haben mich sehr interessiert. Von Sprachwissenschaft hatte ich vor meinem Studium nur diffuse Vorstellungen und ich hatte nicht vorhergesehen, dass es meine Lieblingsdisziplin innerhalb der Philologie werden sollte. Ich denke, dass das daran liegt, dass man in der Schule nur sehr wenig davon mitbekommt, was Sprachwissenschaft eigentlich ist. Das ist schade, aber so war es eine gute Überraschung.

Inwiefern hat das Studium der Italienischen Philologie dich in der Wahl des Masters beeinflusst?

In meinem Master wählte ich dann Italienisch als Kernsprache. Daraus lässt sich schließen, dass ich im Bachelor mit Italienisch viel Freude und noch nicht genug davon hatte. Die Sprach- und Landeskundekurse finde ich hier an der FU in Italienisch sehr gut, weil die Dozentinnen und Dozenten engagiert und motivierend sind. Innerhalb kurzer Zeit waren meine Italienischkenntnisse fast gleichauf mit denen des Französischen.

Und da ich den Master Sprachen Europas gewählt habe, beschäftige ich mich nun viel intensiver mit Sprachwissenschaft, worüber ich mich am meisten freue. Obwohl ich mich von Anfang an für Sprachwissenschaft interessiert habe, finde ich sie jetzt noch viel spannender, weil ich schon mehr in die Tiefe gehen kann und langsam eine Ahnung bekomme, worauf es in der Forschung eigentlich ankommt. Im Studium profitiere ich außerdem sehr von meiner Arbeit als studentische Hilfskraft und sie gibt mir auch eine Perspektive. Dass mir mein Master mehr noch als mein Bachelor Freude macht und ich auch nicht mehr wie am Anfang daran zweifle, dass ich genau das mache, was zu mir passt, zeigt, dass meine Wahl die Richtige war.

Inwiefern hat das Studium zu deiner jetzigen Beschäftigung beigetragen?

Meine Arbeit als studentische Hilfskraft bei einer Professorin in romanistischer Sprachwissenschaft habe ich natürlich meinem Studium zu verdanken. Ich habe Glück gehabt.

Beschreibe deinen beruflichen Alltag oder deine beruflichen Erfahrungen nach dem Studium der Italienischen Philologie

Die Arbeit besteht aus sehr unterschiedlichen Aufgaben. Zum Teil sind es Aufgaben wie Literaturrecherche und -beschaffung sowie Verwaltung der Internetplattform, aber zum Teil arbeite ich auch an Forschungsprojekten mit. Ich bekomme also interessante Einblicke in den Fachbereich, sowohl was die Forschung als auch was die Administration betrifft, und lerne viel dazu. Die Arbeit ist abwechslungsreich und angenehm und bringt mich voran. Auch das sehr gute Arbeitsklima trägt dazu bei.

Welche Kompetenzen aus dem Studium der Italienischen Philologie kannst du in deinem universitären bzw. beruflichen Alltag anwenden

Die intensive Beschäftigung mit Sprachen und Kulturen ist im universitären, beruflichen und selbst im privaten Alltag meiner Meinung nach allgemein förderlich, ganz egal, was man studiert oder was für einen Beruf man ausübt. Besonders gut ausgebildet ist man in diesen Kompetenzen jedoch als Philologin oder Philologe.

In meinem Fall helfen mir besonders das Wissen, das ich in Sprachwissenschaft erworben habe, aber auch meine Sprachkenntnisse sowohl im Studium als auch bei der Arbeit sehr konkret weiter.

Welche Tipps würdest du Studienanfänger*innen der Italienischen Philologie geben?

In Gesprächen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen erschien es mir, als hätten viele Studierende einer Philologie Minderwertigkeitskomplexe gegenüber Studierenden anderer Fächer. Oder sie hatten zumindest das Gefühl, sich für die Wahl eines so nutzlosen Studiums rechtfertigen zu müssen. Manche Menschen beunruhigt eine Studienwahl, die nicht auf ein spezifisches Berufsfeld ausgerichtet ist und die einem nicht garantiert, dass man später reich damit wird, und das ist ja auch verständlich. Zu Beginn meines Studiums habe ich mich von solchen Menschen und insbesondere von meinen eigenen Zweifeln diesbezüglich verunsichern lassen. So hatte ich keine Antwort parat, wenn ich gefragt wurde, was ich denn später Ordentliches damit werden könnte, wenn ich nicht wenigstens auf Lehramt studieren oder eine nützlichere, da verbreitetere Sprache lernen würde. Rückblickend kann ich sagen, dass meine Zweifel nicht nötig gewesen wären. Ich muss es vor niemandem rechtfertigen, das zu studieren, was mir Freude macht und mich voran bringt. Menschen, die kleinere Sprachen sehr gut beherrschen, sind außerdem seltener und daher in bestimmten Bereichen besonders gefragt. Es muss auch kein Nachteil sein, zu Beginn des Studiums noch nicht zu wissen, wo man später einmal landen wird. Mit dem Wissen, dass ich als Philologin sehr flexibel und vielfältig einsetzbar bin und daher sehr unterschiedliche Berufsfelder für mich infrage kommen könnten, finde ich mein Studium sowie meine Italienischkenntnisse überhaupt nicht nutzlos und kann das mittlerweile auch begründen. Die Sorge, dass ich nach dem Studium nirgendwo unterkommen würde, hätte mich zu Beginn des Studiums wahrscheinlich nicht so sehr beschäftigen müssen.