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B.Sc. Geologische Wissenschaften

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Studienbereich Geowissenschaftliche Vertiefung

Die in diesem Studienbereich angebotenen Lehrveranstaltungen sind Wahlpflichtmodule aus dem Katalog der Geologischen Wissenschaften. Hier können Sie je nach Interesse und Betonung des Studiums Module auswählen. Die Module der Geowissenschaftlichen Vertiefung sollen bisher Gelerntes festigen und Ihnen neue, speziellere Aspekte der Geologie vorstellen. Daher werden auch Fortsetzungskurse zu bisher belegten Modulen angeboten (z.B. Tektonik II). Für einige der angebotenen Kurse sind Gelände- oder Laborpraktika zu belegen, womit ein Bezug zur Praxis hergestellt wird. Sie können zudem auch weitere Module aus dem Bereich der Physik, Mathematik, Chemie, Biologie, Geographie oder Meteorologie belegen.

Radiogene Isotope können als natürliche Marker für geologische Prozesse und Altersbestimmungen verwendet werden. In der Vertiefungsvorlesung werden Ihnen die gängigen Methoden und Anwendungen der radiogenen Isotope zur Nutzung als Marker nähergebracht, so dass Sie ein Verständnis für den Einsatz und die Probleme dieser Methoden bekommen. Die Inhalte der Vorlesung werden anhand rechnerischer Übungen vertieft.

Stabile, also nicht radioaktive Isotope, finden Anwendung als Marker in der Klimaforschung, der Paläoozeanographie oder bei Untersuchungen der Wechselwirkungen zwischen Wasser und Gesteinen in magmatischen und metamorphen Prozessen. In der als Action-Learning ausgelegten Übung, in welcher das handlungsorientiere Lernen beobachtender, erforschender und experimenteller Natur im Vordergrund steht, werden vertiefende Übungen zu den Themen der Vorlesung durchgeführt.

Im Praxisseminar stehen Aspekte der Entstehung und Entwicklung verschiedener Gesteine sowie geologische Prozesse im Vordergrund (z.B. Lagerstättenbildung, Wachstum der Erdkruste, Entwicklung des Erdmantels). Im Geländepraktikum werden die Inhalte des Seminars praktisch angewendet und die Anwendung von Geländemethoden trainiert.

Der komplexe Aufbau der europäischen Gebirgsketten, die Prozesse des kontinentalen Wachstums und die Interaktion der Erdplatten bei diesen Vorgängen, sind Themen der Vertiefungsvorlesung. Des Weiteren wird die Entstehung von Gebirgen durch Auffaltung infolge der Kontinentaldrift in verschiedenen Zeitaltern thematisiert. Im Praktikum widmen Sie sich der Interpretation paläogeographischer, geologischer und tektonischer Karten und fertigen schematische Profile an.

Im Rahmen des Praktikums werden Sie eine geologische Kartierung in einem deutschen Mittelgebirge oder in den Alpen durchführen. Hierzu müssen Sie die Gesteine und Lagerungsverhältnisse von Gesteinsverbänden erkennen und dokumentieren sowie ihre Entstehung interpretieren. Im Praxisseminar werden die im Feld gewonnenen Informationen genutzt, um geologische Karten und Profile zu erstellen.

Die treibenden Kräfte der Plattentektonik und die Prozesse und Strukturen, die für die Bildung und Entwicklung von Platten, Plattengrenzen und Gebirgen verantwortlich sind, werden Thema dieser Veranstaltung sein. Durch die Auswertung seismischer Profile werden Sie Störungen oder Schichtgrenzen in der Tiefe interpretieren und Deformationen infolge der Plattentektonik analysieren.

In den beiden Geländepraktika, welche für dieses Modul absolviert werden müssen, werden die Studenten und Studentinnen Beobachtungen an geologischen Aufschlüssen interpretieren, darstellen und dokumentieren. Ebenso werden tektonische Strukturen (z.B. Falten) im Gelände analysiert.

Die geophysikalischen Verfahren Gravimetrie, Magnetik und Geoelektrik werden in diesem Modul tiefer gehend behandelt. Es werden Ihnen die gängigsten Messinstrumente und -verfahren vorgestellt und Anleitung zur Datenverarbeitung und Interpretation gegeben, so dass Sie selbst geophysikalische Messungen interpretieren und diskutieren können.

Im Geländepraktikum werden Sie geologische Strukturen der obersten Erdkruste mittels geophysikalischer Verfahren (Geoelektrik, Gravimetrie, Magnetik, Seismik) kartieren. Neben der Datenaufnahme im Praktikum steht deren Auswertung mittels geeigneter Software im Seminar im Vordergrund.

Dieses Modul dient der Vertiefung von ausgewählten Themen der Geophysik. Hierzu werden aktuelle Ergebnisse laufender Forschungsprojekte diskutiert.

Die Grundlagen der Hydrochemie, Grundwasserschutz und Stofftransport sind die Themenbereiche, die in diesem Modul behandelt werden.

Im Praktikum dieses Moduls werden die Studentinnen und Studenten selbstständig Geländearbeiten durchführen. Es werden z.B. Bohrungen und Pumpversuche durchgeführt, um die hydraulischen Eigenschaften des Untergrundes zu charakterisieren. Außerdem werden Wasserproben entnommen und hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung im Labor analysiert. Das Action-Learning-Seminar dient der Bearbeitung von Übungsaufgaben und der Erstellung von Protokollen.

Das Modul besteht aus einer Vertiefungsvorlesung und einem Praktikum. Sie werden hier Methoden zur Analyse von Böden, Gesteinen, Erzen und Wässern kennenlernen. Vor der Untersuchung im Labor steht die Probenahme im Gelände. Wie diese Proben zu entnehmen und für die Untersuchungen vorzubereiten sind, ist, neben der Qualitätskontrolle von Analysedaten, ebenfalls Thema der Veranstaltung.

Magmatite sind Gesteine, welche aus erkaltetem Magma entstanden sind. Metamorphite bilden sich aus diversen Ausgangsgesteinen durch Druck- und/oder Temperaturänderungen. In den zwei Vertiefungsvorlesungen wird jeweils die Entstehung der beiden Gesteine behandelt und in den Übungen wird erläutert, wie diese zu klassifizieren sind. Weiterhin werden Gesteinsproben sowie Dünnschliffe von Gesteinen interpretiert.

Dieses Modul dient der Festigung Ihrer Fertigkeiten in der polarisationsmikroskopischen Mineral- und Gesteinsbestimmung anhand von Dünnschliffen. Sie werden die Fähigkeit erwerben, die Bildungsbedingungen von Mineralien sowie metamorphen und magmatischen Gesteinen abzuleiten.

Mittels Mikrosonde und Rasterelektronenmikroskop lassen sich Aussagen zur elementaren Zusammensetzung von Gesteinen machen. Die Röntgendiffraktometrie wird für die Untersuchung der Struktur von Kristallen eingesetzt. In den beiden Vorlesungen des Moduls werden die theoretischen Grundlagen der Verfahren vermittelt und in den beiden Seminaren werden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Übungsaufgaben am Rechner mit entsprechender Software bearbeiten.

In der Paläoökologie werden die Umweltbedingungen vergangener Zeiten z.B. anhand von Organismenresten rekonstruiert. Während in der ersten Vorlesung dieses Moduls ökologische Aspekte behandelt werden, stehen bei der zweiten Vorlesung und der Übung die Bildungsbedingungen von Kalken und die Karbonatklassifizierung im Vordergrund.

Zwei Vorlesungen, zwei Übungen und ein Geländepraktikum sind für dieses Modul zu absolvieren. Mittels Biostratigraphie lassen sich anhand von im Gestein enthaltenen Fossilien Gesteinsschichten ihrem Alter entsprechend ordnen. Hierzu sind Kenntnisse zur Biologie der Organismen sowie deren Vorkommen wichtig. Im Geländepraktikum werden Sie an fossilreichen Aufschlüssen Leitfossilen sammeln und die Ablagerungen daraufhin interpretieren.