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Biologie (Masterstudiengänge)

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Marc Schleunitz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Exzellenzcluster „Bild, Wissen, Gestaltung“ HU Berlin

Stellen Sie Ihren Beruf kurz vor? Wie sieht Ihr Berufsalltag aus (typische Tätigkeiten, Arbeitszeiten etc.)?

Ich arbeite als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Exzellenzcluster „Bild, Wissen, Gestaltung“ an der Humboldt-Universität. Dort arbeite ich in meiner Arbeitsgruppe an einem wissenschaftlichen Comic zur Wechselwirkung von Ernährung und Umwelt. Durch diese eher ungewöhnliche grafische Aufarbeitung solch komplexer ökologischer Zusammenhänge wollen wir das Bewusstsein für das eigene Handeln in Sachen Ernährung stärken. Ich konzeptioniere und recherchiere die Inhalte, die wir in den Comic einbinden möchten – z.B. Insekten als alternative Proteinquelle. Außerdem kommuniziert man regelmäßig mit den Künstlern. Ich profitiere von dieser interdisziplinären Arbeit, indem ich Arbeitsprozesse und Herangehensweisen anderer Berufsgruppen miterleben kann. Die Arbeit insgesamt ist sehr divers, jeden Tag kann man etwas anderes machen: Sich während der Recherche in ein Thema vertiefen, mit den Künstlern oder Kollegen am Storyboard arbeiten oder an Anträgen für Drittmittel schreiben. Oft auch alles an einem Tag.

Warum haben Sie sich seinerzeit für dieses Studium der entschieden?

Die Natur hat mich schon seit meiner Kindheit interessiert. Als Kind hatte ich oft eine Bauchtasche mit Lupe, Taschenmesser und ein Buch über Tiere mit dabei. Nach meinem Realschulabschluss habe ich eine schulische Ausbildung zum Biologisch-technischen Assistenten gemacht, und auch ein Jahr in diesem Beruf gearbeitet. Ich habe dann gemerkt, dass das routinemäßige Arbeiten in diesem Unternehmen nicht mein Fall war, deswegen habe ich dann mein Abi nachgeholt, um Biologie zu studieren. Etwas anderes hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Als Nebenfach habe ich noch Politikwissenschaft studiert, weil ich diese Bereiche gerne verbinden wollte. Im Studium gab es dann oft Momente, in denen ich immer wieder fasziniert von der Natur war. Etwa darüber, auf wie vielen Ebenen alles zusammenpassen muss, damit der menschliche Körper oder ein Ökosystem funktionieren.

Wann haben Sie sich für Ihren aktuellen Beruf entschieden und haben sich Ihre Erwartungen daran, ggf. aus Ihrer Zeit als Studierender erfüllt?

Ich habe während meines Masterstudiums bereits als studentischer Mitarbeiter in meiner jetzigen Arbeitsgruppe gearbeitet und wurde nach dem Masterabschluss dann quasi zum wissenschaftlichen Mitarbeiter ‚upgegraded‘. Glücklicherweise ist diese Arbeit genau das, was ich mit meinem Studium anfangen wollte. Auch, dass meine Arbeit nicht nur in Fachkreisen publiziert wird, sondern explizit für die breite Öffentlichkeit gedacht ist, entspricht dem, was ich machen wollte.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wichtigste, das Sie während des Studiums für Ihren aktuellen Beruf gelernt haben?

Einige Professoren haben während meines Biologiestudiums immer besonderen Wert darauf gelegt uns beizubringen, kritisch mit wissenschaftlichen Inhalten umzugehen und Quellen und Literatur zu hinterfragen. Dies hilft mir momentan im Speziellen dabei, die Recherche für unseren Comic durchzuführen, da es zu jedem Thema allein in der Fachwelt immer diverse Meinungen und Standpunkte gibt, die es gegeneinander abzuwägen gilt.

Welche Zusatzqualifikationen sollte man schon während des Studiums erwerben, die für Ihren jetzigen Beruf nützlich oder essentiell sind?

Wie man gute Präsentationen hält ist natürlich immer ein wichtiger skill. Abgesehen von solchen Einzelqualifikationen halte ich es für sinnvoll, sich durch die Kurswahl oder andere Veranstaltungen auch außerhalb der Uni ein relativ scharfes Profil zuzulegen. Wenn man schon ein Themenfeld oder Fachgebiet im Sinn hat, das einem zusagt, kann man sich da für potentielle Arbeitgeber durch die Kurswahl oder Zusatztätigkeiten schon „interessanter“ machen.

Gibt es etwas im Studium, das Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

Mit meinen Biologie-Kommilitonen war es immer sehr entspannt und freundschaftlich, wir haben uns immer viel gegenseitig unterstützt. Das bleibt mir auf jeden Fall in guter Erinnerung. Ich sehe das auch ein bisschen im Vergleich zu den Politikwissenschaftlern, bei denen ich manchmal das Gefühl hatte, dass da eher jeder sein eigenes Süppchen gekocht hat.

Welchen Rat würden Sie StudienanfängerInnen geben, die später ebenfalls Ihren Beruf ausüben möchten?

Offen und flexibel bleiben, sich ungewohnten Methoden und Techniken öffnen und nach Möglichkeit auch mal über den Fachbereichs-Tellerrand schauen.